Angelo a.k.a. ABNSP, Jahrgang ’79, wuchs zwischen Frankfurt und Hamburg auf und absolvierte hier, in seiner heutigen Wahlheimat, auch das Studium an der Hamburger Technischen Kunsthochschule zum Kommunikationsdesigner.

Der Halbkoreaner zeichnet und malt, seitdem er einen Stift halten kann, stieg bereits mit 13 aktiv in die Graffitiszene ein und begann mit 33 zu tätowieren.

Sein Stil, der sich als eine Mischung aus schmutzigem psychedelischen Pop-Surrealismus und Comic Cartoon Art nur ansatzweise klassifizieren lässt, ist grenzüberschreitend und offensiv überladen mit sexueller Symbolik. Sein Stil mag auf den ersten Blick zwar etwas roh und retro wirken. Auf den zweiten Blick verleihen die ausufernden Details, Finessen und versteckten Spielereien, den Bildern ihre Geschichte und Tiefe.

Jedes Einzelne lädt auf eine wundervolle und manchmal etwas verstörende Reise in ABSNP’s kontroverses Unterbewusstsein ein; mal (selbst)kritisch, mal traurig, mal verschreckend und gleichzeitig trotzdem extrem farbenfroh und gar amüsant.

So vielfältig und facettenreich, wie seine Bilder, sind auch die Materialien und Techniken, die er verwendet. Um seinen provokanten Gedanken Ausdruck zu verleihen, macht der erbarmungslos ehrliche Antiheld sich Kugelschreiber, Permanent Marker, Sprühdosen, Acryl, Bleistifte, Aquarell und Tätowiermaschinen zu Nutze und bearbeitet damit mühsam und liebevoll jeden erdenklichen Untergrund. Von Papier über Wellpappkartons, Leinwände, Haut, Kleidung, Wände, Autos, übliche Haushaltsgegenstände bis hin zu Zigarettenschachteln oder Bierdosen: schier alles wird als Kunstobjekt zum werdenden Kunstwerk umfunktioniert.

Seinem Ausdrucksvermögen und dem Willen etwas zu bewegen sind keine Grenzen zu setzten. Neben seinen diversen bildnerischen Tätigkeiten, widmet er sich auch den wortgewandten Künsten und verfasste bereits Bücher wie z.B. „Geil Geil Geil“ und „Tr!p – die menschliche Komödie“.
Wie bereits seine provokanten und gesellschaftskritischen Bilder erahnen lassen, lassen auch seine Bücher kaum Gelegenheit dazu aus, den Leser mit Tabu’s zu konfrontieren, die man lieber im Verborgenen hätte schlummern lassen wollen. Damit tut der sensible Exzentriker, genau dass, was Künstler durch die Epochen immer wieder erreichen wollten: den Betrachter zum Nachdenken und Hinterfragen zu bewegen.

Dank vieler Berg- und Talfahrten, steht ABSNP heute fest mit beiden Beinen im Leben und auch sein Stil ist seiner eigenen Wahrheit ein großes Stück näher gekommen. Er würzt sein Leben mit Witz und Humor, viel Ehrlichkeit und einer Prise provokanten Sarkasmus. Selbst ein laufendes Kunstwerk, ist der unterhaltsame „Lausbub„ mittlerweile gut in Hamburgs Kunstszene etabliert und seine Bilder und Bücher beliebte Must Have’s unter seinen Fans.

F.Y.I.A.A.A.!! (“Fuck you, I am an Artist!!”)

 

 

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